Donnerstag, 24. November 2016

Kopf hoch





        „Fear is wisdom in face of danger…“
                             
                                          (Sherlock Holmes in "The Abominable Bride", BBC)




Der Spruch aus Game of thrones
(„Winter is coming“)
wird im Augenblick überall ziemlich
strapaziert, aber in der Serie haben 
wir jedenfalls schon mal
ein bisschen geübt. Und nach 
einer Weihnachtszeit, die bestimmt 
von einer Flucht ins Schöne und Warme
geprägt sein wird, wird der harte Winter 
tatsächlich kommen,
spätestens ab dem 20.1.2017.
Die Zukunft verdüstert sich, die Nachrichten machen keinen Spaß.

Wie soll man sich auf die neue Welt einstellen?

Etwa 25 Jahre lang sind wir zumindest im Westen, in Deutschland verwöhnt worden – wir dachten, die Welt wird endlich besser: eiserne Vorhänge können endgültig fallen (1989), atomare Bedrohung kann deutlich zurückgehen, Entwicklungsländer werden endlich wohlhabend, wir überstehen sogar terroristische Bedrohungen (trotz 9/11), und selbst fehlende Banken-Regulierung könne uns nichts anhaben (2008, und wir leben noch).

Und jetzt das: wir haben nur geträumt, und dabei Vieles übertrieben und vor allem: verschlafen!

Nun wird sich zeigen, aus welchem Holz wir geschnitzt sind – ob wir nur verwöhnte Wohlstands-West-Europäer/Amerikaner sind, oder mehr. Und das werden wir zeigen, ob wir wollen oder nicht.


Manche werden sich ins Privatleben zurückziehen, wie es beispielsweise in vielen Diktaturen geschehen ist. Manche suchen bereits verstärkt die Gesellschaft von Gleichgesinnten, andere stürzen sich in Aktivismus – wie beispielsweise eine Frau in den USA, Meena Harris, die einen – ja wirklich: „pantsuit drive“* beginnt bei dem Frauen ihre nur wenig benutzten Power-Business-Anzüge anderen Frauen spenden können. Oder man erforscht esoterische Wohlfühl-Angebote, stürzt sich in Sport oder in Strick-Wettbewerbe.

All das wird unsere Gesellschaft aber nicht weiterbringen.
Denn ausschließlich wegzuschauen, weiter Gefahren zu unterschätzen, nicht kritisch mit zu denken – das hatte schon vor knapp hundert Jahren desaströse Folgen!

Nicht jeder wird zum Helden werden müssen (http://janablog1.blogspot.de/2014/06/lehman-helden-werden.html)

aber
unsere Pflicht als Bürger ist es nun mal,
wachsam zu sein,
sich hinreichend zu informieren und
zu wählen.

Klar kann es deprimierend und anstrengend sein, und deshalb ist es

hilfreich nach dem Prinzip Standbein – Spielbein vorzugehen:

einerseits

- die Einnahme von schlechten Nachrichten gut dosieren, aber zu bewältigen (http://janablog1.blogspot.de/2016/03/geistiges-immunsystem.html) und dabei gegebenenfalls

- Techniken erlernen, um nicht innerlich abzustürzen, sondern immer 
im guten Zustand zu bleiben.

Parallel und abwechselnd

dafür sorgen, dass man seine Energie-Batterie gut auflädt.

Womit – das ist ja sehr individuell. Wenn Stricken hilft, ist es gut. Aber
eins hilft ja bekanntermaßen jedem:

Wie der Mentor im hervorragenden Roman „Anathem“ von Neal Stephenson
seinem Frodo-ähnlichem Schützling auf den Weg gibt, als der noch nicht einmal ahnt, welche Abenteuer auf ihn warten:
dass er sich an den kleinsten Dingen des Lebens freuen soll – völlig kitschig an einem schönen Sonnenaufgang, einem kleinen Blümchen –, weil er das auf seinem harrten Weg sehr gut gebrauchen kann.

Noch besser ist es, sich proaktiv innerlich geradezu zu rüsten.

Sich klar zu machen, was einem persönlich wichtig ist,
für welche Werte man bereit wäre, zu kämpfen, falls es nötig wird:

Meinungsfreiheit? Toleranz? Gleichberechtigung? Flüchtlingsfragen? Kulturförderung? Umweltschutz?

Sich nach und nach klarzumachen: Wo ist meine Grenze? Was geht gar nicht?


Anett Stuth „With kind regards“, 
ein besonders hellsichtiges Kunstwerk
das zwar von 2016 stammt,
aber bereits im Frühjahr fertig war.


Und gegen ein eventuelles Gefühl der Machtlosigkeit helfen bereits kleine Schritte:

Vereine und Stiftungen in den USA, die sich für die Einhaltung demokratischer Grundsätze und für Rechte von bestimmten Menschengruppen einsetzen freuen sich bestimmt auch über Spendengelder aus Europa!














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