Freitag, 2. Dezember 2016

Wer hier klaut …











… stirbt. Das hat sich nicht JanaBlog ausgedacht, sondern – wer?

Der Verkäufer von Holzspielzeug und friedlichen Weihnachtskrippen auf dem Hamburger Weihnachtsmarkt*!




Nicht minder fürsorglich und elegant zeigte ein anderer Unternehmer seine Verzweiflung. Dies hing an der Stelle mit der schönsten Aussicht auf die Alster in Hamburg, an der Alsterperle**:




Dass mittlerweile auch coole Hipster angesichts der zunehmenden Klauerei die Fassung verlieren können, zeigt dieses Schild eines Anbieters frisch gezapften amerikanischen Biers vom Street Food Thursday in der Markthalle Neun in Berlin:







Trotz aller Schilder Kinders, wie auch der coole Bier-Typ sagt:

                                Schön selber aufpassen! Nicht zum Opfer werden!






*Weihnachtsmarkt auf dem Rathausmarkt Hamburg, (gesehen im Dezember 2015)
**Alsterperle Hamburg, http://www.alsterperle.com/(gesehen im September 2015)
***Markthalle Neun, https://markthalleneun.de/ Street Food Thursday, Berlin (gesehen im März 2016)


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Donnerstag, 24. November 2016

Kopf hoch





        „Fear is wisdom in face of danger…“
                             
                                          (Sherlock Holmes in "The Abominable Bride", BBC)




Der Spruch aus Game of thrones
(„Winter is coming“)
wird im Augenblick überall ziemlich
strapaziert, aber in der Serie haben 
wir jedenfalls schon mal
ein bisschen geübt. Und nach 
einer Weihnachtszeit, die bestimmt 
von einer Flucht ins Schöne und Warme
geprägt sein wird, wird der harte Winter 
tatsächlich kommen,
spätestens ab dem 20.1.2017.
Die Zukunft verdüstert sich, die Nachrichten machen keinen Spaß.

Wie soll man sich auf die neue Welt einstellen?

Etwa 25 Jahre lang sind wir zumindest im Westen, in Deutschland verwöhnt worden – wir dachten, die Welt wird endlich besser: eiserne Vorhänge können endgültig fallen (1989), atomare Bedrohung kann deutlich zurückgehen, Entwicklungsländer werden endlich wohlhabend, wir überstehen sogar terroristische Bedrohungen (trotz 9/11), und selbst fehlende Banken-Regulierung könne uns nichts anhaben (2008, und wir leben noch).

Und jetzt das: wir haben nur geträumt, und dabei Vieles übertrieben und vor allem: verschlafen!

Nun wird sich zeigen, aus welchem Holz wir geschnitzt sind – ob wir nur verwöhnte Wohlstands-West-Europäer/Amerikaner sind, oder mehr. Und das werden wir zeigen, ob wir wollen oder nicht.


Manche werden sich ins Privatleben zurückziehen, wie es beispielsweise in vielen Diktaturen geschehen ist. Manche suchen bereits verstärkt die Gesellschaft von Gleichgesinnten, andere stürzen sich in Aktivismus – wie beispielsweise eine Frau in den USA, Meena Harris, die einen – ja wirklich: „pantsuit drive“* beginnt bei dem Frauen ihre nur wenig benutzten Power-Business-Anzüge anderen Frauen spenden können. Oder man erforscht esoterische Wohlfühl-Angebote, stürzt sich in Sport oder in Strick-Wettbewerbe.

All das wird unsere Gesellschaft aber nicht weiterbringen.
Denn ausschließlich wegzuschauen, weiter Gefahren zu unterschätzen, nicht kritisch mit zu denken – das hatte schon vor knapp hundert Jahren desaströse Folgen!

Nicht jeder wird zum Helden werden müssen (http://janablog1.blogspot.de/2014/06/lehman-helden-werden.html)

aber
unsere Pflicht als Bürger ist es nun mal,
wachsam zu sein,
sich hinreichend zu informieren und
zu wählen.

Klar kann es deprimierend und anstrengend sein, und deshalb ist es

hilfreich nach dem Prinzip Standbein – Spielbein vorzugehen:

einerseits

- die Einnahme von schlechten Nachrichten gut dosieren, aber zu bewältigen (http://janablog1.blogspot.de/2016/03/geistiges-immunsystem.html) und dabei gegebenenfalls

- Techniken erlernen, um nicht innerlich abzustürzen, sondern immer 
im guten Zustand zu bleiben.

Parallel und abwechselnd

dafür sorgen, dass man seine Energie-Batterie gut auflädt.

Womit – das ist ja sehr individuell. Wenn Stricken hilft, ist es gut. Aber
eins hilft ja bekanntermaßen jedem:

Wie der Mentor im hervorragenden Roman „Anathem“ von Neal Stephenson
seinem Frodo-ähnlichem Schützling auf den Weg gibt, als der noch nicht einmal ahnt, welche Abenteuer auf ihn warten:
dass er sich an den kleinsten Dingen des Lebens freuen soll – völlig kitschig an einem schönen Sonnenaufgang, einem kleinen Blümchen –, weil er das auf seinem harrten Weg sehr gut gebrauchen kann.

Noch besser ist es, sich proaktiv innerlich geradezu zu rüsten.

Sich klar zu machen, was einem persönlich wichtig ist,
für welche Werte man bereit wäre, zu kämpfen, falls es nötig wird:

Meinungsfreiheit? Toleranz? Gleichberechtigung? Flüchtlingsfragen? Kulturförderung? Umweltschutz?

Sich nach und nach klarzumachen: Wo ist meine Grenze? Was geht gar nicht?


Anett Stuth „With kind regards“, 
ein besonders hellsichtiges Kunstwerk
das zwar von 2016 stammt,
aber bereits im Frühjahr fertig war.


Und gegen ein eventuelles Gefühl der Machtlosigkeit helfen bereits kleine Schritte:

Vereine und Stiftungen in den USA, die sich für die Einhaltung demokratischer Grundsätze und für Rechte von bestimmten Menschengruppen einsetzen freuen sich bestimmt auch über Spendengelder aus Europa!














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Freitag, 11. November 2016

In die Politik!







Sich über die Politiker beschweren, das können wir gut. Aber selber machen? Fehlanzeige!

Dabei ist JETZT der richtige Zeitpunkt.

Bisher gilt: All die klugen Diskussionen unserer sogenannten Bildungs-Elite bleiben privat. Der Beruf Politiker hat einen so schlechten Ruf, dass kaum jemand von ihnen im Traum daran denken würde, seine Management-Fertigkeiten, seine Fähigkeiten mit Komplexität umzugehen und seine Erfahrungen mit Netzwerken und 

diplomatischem Vorgehen innerhalb eines Unternehmens
der Gesellschaft DIREKT zur Verfügung zu stellen.

Und wir sind dabei einem gefährlichen Missverständnis aufzusitzen:
Wir denken, dass wenn wir ETWAS tun, wir etwas bewirken.

Nach der Wahl von Donald Trump gingen junge Menschen in 25 Städten empört demonstrierend auf die Straßen, genauso wie es englische junge Menschen weinend einen Tag nach dem Brexit und in Kolumbien einen Tag nach der Abstimmung gegen einen Friedensvertrag mit der FARC es getan haben (nachdem viele von ihnen nicht einmal gewählt hatten).
Twitter und Instagram liefen glühend heiß mit kreativen Kommentaren.

Das hilft aber nicht weiter.

Wirkliche Gestaltungs-Macht

liegt nicht im Internet, liegt nur zum Teil in wohltätigen Vereinen, liegt selten auf der Straße, sondern die befindet sich eben doch immer letztendlich

an der Wahlurne und in einem

politischen Amt.


Also?

1. Immer wählen gehen,

2. den Einfluss von politischen Ämtern nicht unterschätzen,

3. einen selbstverständlichen

Mechanismus zulassen, mit dem man als Quereinsteiger aus einem echten Beruf wenigstens für ein paar Jahre der Gesellschaft als Politiker dienen kann.


Denn nicht nur die Tatsache, dass
Beamte im Bundestag überproportional vertreten sind*, sondern auch der Weg des
lebenslangen Berufs-Politikers stattet die Volks-Vertreter nicht unbedingt gut aus, um „das Volk“ zu verstehen. Wer nie Angst haben muss um seinen Arbeitsplatz und um seine Absicherung, wer keine Erfahrung darin hat, wie es in einem Unternehmen zugeht,
kennt die Lebenswirklichkeit der meisten Wähler einfach nicht gut genug. Die Abgeordneten arbeiten bestimmt nach ihrem besten Wissen und Gewissen, aber müssten immer wieder gegen eine unbewusste Tendenz ankämpfen, manche Entscheidungen ein wenig entspannter, oder jedenfalls anders zu treffen als sie es vielleicht mit einem Lebenshintergrund der Mehrheit im Land täten.

Nicht nur Führungskräfte und Unternehmer also, sondern genauso Arbeitnehmer bringen insofern mehr an Perspektive eines Normal-Bürgers mit als so mancher Beamter oder Lebenslang-Politiker.

Deshalb: nur Mut!

Denn den besten Spruch dazu hat immerhin ein Politiker** gemacht, 
der allerdings einen anderen Politiker zitierte 
der wiederum einen politisch engagierten Hundertjährigen zitierte:


„Man muss das Leben nehmen wie es ist
aber man darf es nicht so lassen."









Der Anteil der Unternehmer an den Parlamentariern mit 7,5 Prozent liegt deutlich niedriger als ihr Anteil an den Erwerbstätigen insgesamt. Dieser liegt bei 10,6 Prozent

**Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments in einem TV-Interview zitierte ausdrücklich einen 100-jährigen, den anscheinend auch Franz Müntefering bereits 2008  zitiert hatte. https://www.spd-rn.de/index.php?nr=16026&menu=1

  
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Mittwoch, 2. November 2016

Lachen, unverschleiert.








Dieser Post macht richtig gute Laune!
Und:
Es geht hier NICHT um die Flüchtlingsfrage!

Jetzt: Stellt euch einfach vor, diese zwei Videos werden viral*.

Es sind quasi Videos aus JanaBlogs Kopf, sie hat sie ganz echt und analog ERLEBT, GEFÜHLT, ohne die Situation durchs Aufnehmen zu stören.

Und es gibt keinen Grund, warum ihr diese „virtuellen Videos“ nicht auch genießen könnt:

In London, September 2016:

Piccadilly Circus, circa 23:00 Uhr an einem Samstagabend,

es ist fröhlich voll, die Touristen aus aller Welt stehen herum und sitzen auf den Stufen, und schauen um sich, die Werbe-Screens im Hintergrund hüpfen dazu leuchtend auf und ab.

Drei pfiffige Jungs haben sich eine Attraktion ausgedacht: es gibt 50 £ zu gewinnen für denjenigen der es schafft, 2 Minuten lang herunterhängend von einer Eisenstange auszuharren und sich dabei nur mit den Händen festzuhalten. Ein Bewerber nach dem anderen versucht sein Glück, bislang vergeblich …

 … und eine verschleierte arabische Frau (das Gesicht allerdings unverschleiert) lacht, und lacht und lacht. Und sie bekommt einen regelrechten Lachkrampf, der so fröhlich und ansteckend ist, dass er sich wie eine Welle über den Platz verbreitet und nicht enden will, all die Nationalitäten, all die Menschen zusammen, lachend.


Stephan Balkenhol, „Frau im Blau“, 2007
(bei aller JanaBlog-Kritik an Stephan Balkenhol 
muss man sagen, dass dieses Kunstwerk nicht nur
 gelungen ist, sondern auch hochaktuell ist,
 obwohl es schon neun Jahre alt ist)
Warum? Die Frau ist mit mehreren weiblichen verschleierten Freundinnen/ Verwandten unterwegs und hat als Aufpasser einen Neffen/Cousin/sonstigen Verwandten dabei. Der sieht allerdings nicht sehr fit aus. Soweit es für JanaBlog zu verstehen ist, lacht sie sich schlapp bei der Vorstellung, dass er diesen Wettbewerb gewinnen könnte (der Arme probiert es dann auch noch nicht einmal).


Im Ruhrgebiet, Oktober 2016:

In einer Regionalbahn irgendwo zwischen Essen und Dortmund,

es ist voll und stickig obwohl es Sonntagnachmittag ist, alle inklusive JanaBlog sind genervt bis latent aggressiv.

JanaBlog gegenüber sitzt eine spektakulär anmutige schwarzafrikanische Großmutter in einem strahlend gelben Kleid mit weißer Spitze und einem gelben Turban die so langgliedrig ist, dass JanaBlog sehr unbequem seitwärts verdreht sitzen muss. Sie hat einen etwa achtjährigen aufgeweckten Enkel dabei und zu ihren Füßen liegt eine kleine rote täuschend echt aussehende Kinder-Gitarre, so eine mit Knöpfen darauf die alle möglichen Sounds erzeugen können.

Links von JanaBlog sitzen vier aufeinander konzentrierte deutsche Studenten, in den nächsten Sitzgelegenheiten hinter der Großmutter präsentieren sich lässig sechs (Möchtegern?-) schwere Jungs aus ursprünglich der Türkei?/Syrien?/Irgendwie-so. Einer der „schweren“ Jungs wirft JanaBlog, die direkt in seinem Blickfeld sitzt, ab und zu einen finster abschätzenden Blick zu.

Plötzlich tappst ein kleines Mädchen – erst seit Kurzem lauffähig – durch den Gang und bleibt vor der Großmutter stehen. Es wird bald von ihrem syrischen/türkischen/ Etc.-Vater eingeholt und in der anfahrenden Bahn auf den Füßen stabilisiert. Die afrikanische Großmutter greift mit der Anmut einer Fee nach der roten Klein-Gitarre und bietet sie dem Mädchen zum Ausprobieren an. Die Kleine ist schüchtern, aber irgendwann lässt sie sich überreden die Gitarre in die Hände zu nehmen, und einen der Knöpfe auszuprobieren.

Das ruft den Enkel auf den Plan. Er protestiert heftig dagegen, dass seine Großmutter SEINE Gitarre einfach so verleiht und fängt an zu toben. Sanft aber bestimmt versucht die Großmutter ihn zu beruhigen, aber er flüchtet und versteckt sich. Nicht weit, er setzt sich – vermutlich von seiner Wut zum Mut beflügelt – einfach zu den „schweren“ Jungs, um zu schmollen.

Stille. Verlegenheit.

Und dann kommt das erste Lächeln von den schweren Jungs in Richtung JanaBlog. Die Atmosphäre verändert sich. Es ist als ob all die zufällig anwesenden (ursprünglich) internationalen Menschen in der stickigen schwerfälligen Regionalbahn wohlwollend über einen gemeinsamen kleinen Bruder/Cousin/Neffen schmunzeln würden, wie bei einer Familienfeier.


Nach einiger Zeit bekommt die Großmutter die Gitarre von der winzigen Enkel-Konkurrentin zurück und reicht sie dem rechtmäßigen Besitzer.
Der kann natürlich nicht widerstehen und beginnt sofort anzugeben vor den „schweren“ Jungs, die verschiedenen Knöpfe auszuprobieren, um mit ihnen Heavy Metal-Krach zu erzeugen. Da wird aus der Verlegenheit ein Grinsen und gelegentlich sogar ein Lachen, als sich der kleine schwarze Mann schließlich sogar durch den Gang schlängelt, um auch anderen Fahrgästen seine Rocker-Posen vorzuführen.

Und plötzlich Lächeln sich all die verschiedenen Ursprungs-Nationalitäten scheu aber gelöst an. Denn das Drama des kleinen Jungen ist etwas, was einfach jeder kennt. Ein kleiner, immerhin vielleicht 10 Minuten währender, geradezu

feierlicher Moment der Verbundenheit. So als ob ganz kurz die Wirklichkeit hinter der alltäglichen Realität aufleuchten würde: nämlich dass Menschen eigentlich weniger trennt als sie verbindet.





*Ich weiß, das klingt immer noch furchtbar in manchen deutschen Ohren, aber es gibt keinen anderen technisch korrekten Begriff dafür (im Englischen: going viral)

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Donnerstag, 15. September 2016

Schönheit erlaubt?







Immer noch können sich in Deutschland viele nicht eingestehen, dass es beim Äußeren wirklich ums Äußere geht und gehen darf!

Anders lässt sich das Schild dieses Beautysalons aus dem Prenzlauer Berg in Berlin nicht erklären:




Und das von diesem Laden: 




Dabei ist doch der argumentative ideologische Zug längst abgefahren, wenn man überhaupt einen Beautysalon eröffnet!

Aber das ist so ähnlich wie die neue – unter anderem von Rihanna betriebene – Bewegung hin zu No-Make-up-Auftritten, während man zeitgleich Make-up-Linien auf den Markt bringt...

Andere sind da wenigstens ironisch:







Und nachdem auch bei uns die amerikanisch gestylten Abi-Bälle und große Hochzeiten Einzug gehalten haben, wird auch in Deutschland mal vielleicht ein so ehrliches Schild hängen können, wie das JanaBlog schon vor vier Jahren in New York entdeckte:













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Montag, 29. August 2016

Die letzten Löwen







Wollen wir nur noch solche Bilder machen,
oder lieber Fotos von fröhlichen lebenden Löwenjungen?
Einmal im Leben einen wirklich wilden Löwen sehen!

Schon in zehn Jahren könnte das ENDGÜLTIG unmöglich sein, weil es schlicht

keine Löwen, keine Leoparden und keine Geparden mehr geben wird.

Dann gibt es Löwen nur noch aus Marmor, und wir verlieren unser wichtigstes Wahrzeichen für wilde Stärke und noblen Mut.

Und es wird keine Geschichten mehr geben wie diese –

ein Ausschnitt aus der fortlaufenden TV-Serien-artigen Geschichten Afrikas,

in der es wie es sich gehört immer wieder um die gleichen Dinge geht: 

Wer ist schwanger, wie entwickeln sich die Kinder, sorgt der Vater für die Familie, geht jemand fremd, gibt es eine Scheidung?:

Bei unserer Ankunft treffen wir zunächst zwei relativ junge, aber große Löwen, die sich in das von dem ansässigen Löwen-Mann beherrschten Gebiet hineinwagen. Sie wollen ihn herausfordern und verjagen, um sein Gebiet und seine Löwinnen zu übernehmen.

Wir sehen die beiden, wie sie innerlich mit sich ringen: der stärkere und größere der beiden Brüder will vorangehen, während der zweite in Streik tritt: ihm ist es einfach zu riskant, denn: die beiden wissen noch nicht, ob dieses Gebiet noch immer von den wohl bekannten zwei großen starken Senior-Brüdern beherrscht wird – was für sie in einem Kampf lebensgefährlich wäre.
(Sie wissen nicht, was der Zuschauer weiß: dass in Wirklichkeit der stärkere der beiden Herrscher schon seit einem Jahr verschwunden ist, und sie in Wahrheit leichtes Spiel hätten! Der verbliebene Herrscher-Mann versteckt sich übrigens gerade in der entgegengesetzten Ecke seines Gebiets, und ruft nachts noch nicht einmal – um nicht auf sich aufmerksam zu machen.).

Für die zwei Löwinnen-Mütter in der Nähe des Camps wird es deshalb schwierig. Bereits einen Tag vor unserem Eintreffen war eines der beiden zwei Monate alten süßen Löwen-Baby-Knäuel verloren gegangen. Sein verbliebenes Geschwister ist so entzückend, dass man es am liebsten aufheben möchte und mitnehmen. 

Es bleibt also ein Mini-Knäuel und sein elf Monate altes Geschwister.
Herrlich, an ihrem Leben teilzunehmen. Sie spielen und jagen zu sehen (wobei das elf Monate Junge die Jagd häufig ruiniert, indem es einfach zu früh aus dem Gras hüpft und damit die eingekreiste Antilope zu früh warnt).
Dabei genießt man jeden Augenblick ganz bewusst, denn: die
Überlebensaussichten der Löwen-Babys sind sehr schlecht. Sollte es den beiden jungen Kandidaten-Löwen gelingen, bald das Gebiet zu übernehmen, werden sie die beiden Süßen nämlich töten.

Das tun sie natürlich nicht aus bösem Willen, sondern weil die Natur es praktisch eingerichtet hat: Um ihre eigenen Gene ganz schnell weitergeben zu können, müssen sie die fremden Löwenjungen töten, um ganz schnell ihre eigenen mit den ansässigen Löwinnen zeugen zu können.

Jetzt kommen leider wir Menschen ins Spiel:
Die Überlebenschancen dieser süßen Löwen-Babys sind deswegen besonders schlecht, weil wir Menschen die stärksten und schönsten Löwen so gerne töten und in Wohnzimmern hängen haben. Nachdem wir das jetzt eine ganze Zeit lang so gemacht haben, sind im allgemeinen die Nachwuchs-Löwen-Männer nicht mehr so stark wie früher.

Dabei muss die Herrschafts-Zeit eines männlichen Löwen etwa 2-3 Jahre betragen, damit seine Kinder so groß werden, dass sie von feindlichen/neuen Stiefvätern nicht mehr getötet werden können. Immer seltener schaffen die schwächeren Löwen-Männer jedoch, ihr Gebiet lang genug zu halten und damit ihre Kinder durchzubringen. Dahin sind die Zeiten, als riesige Löwenmännchen ihr Gebiet für 7 Jahre halten konnten, und damit mehrere Generationen zeugen und beschützen konnten. Immer mehr entscheidet nicht Kraft und Qualität des Einzelnen, sondern Zahlen: männliche Löwen müssen sich viel häufiger in Koalitionen zusammentun, um eine Chance zu haben. Und wenn die neuen Stiefväter schon vor Ablauf der drei Jahre den bisherigen Herrscher vertrieben haben, haben sie ihrerseits auch keine Zeit zu verlieren, denn auch sie müssen befürchten bald wieder vom Thron abgesetzt zu werden.

Ergebnis:
- Die Löwen haben insgesamt viel seltener Nachwuchs, der es ins Erwachsenenalter schafft, und
- deren Gene sind nicht die der stärksten Löwen mit den größten Mähnen und der meisten Kraft.

Dies ist nur ein kleiner Puzzlestein, einer der vielen Menschen-Faktoren, nachdem die Löwen 3,5 Millionen Jahre lang erfolgreich ohne uns ausgekommen sind. Und jetzt
haben wir es geschafft sie innerhalb von 50 Jahren von 450.000 auf 20.000 zu dezimieren. Wenn es so weitergeht, gibt es

in zehn Jahren keine wilden Löwen mehr.

Wir haben unsere Wildnis auf 10 % reduziert. Verständlich vielleicht – aber
die Menschheit kann sich diese 10 % mittlerweile nun wirklich leisten!

Die Uhr tickt jetzt wirklich sehr schnell – und ihr könnt helfen:

- Erzählt allen weiter, wie bedroht Löwen sind,
euren Kindern, Schülern, Studenten, Freunden und Familie,
wunderschöne Videos dazu findet ihr hier:
- Fragt gerne bei JanaBlog nach, woran das große Löwen-Sterben liegt,
oder schaut euch dies hier an:

- Fahrt nach Afrika und zeigt damit, dass sich lebende wilde Löwen
für Foto-Safari für die betreffenden Länder lohnen, und
Trophäen-Jäger überflüssig sind.

- Helft mit Ideen (oder gar Geld), und zwar hier:



Foto: Michael Nichols

Und zum Genießen: schaut euch den Kinofilm
 „The Last Lions“ an,
von Dereck und Beverly Joubert, (in Deutschland zurzeit (nur) auf iTunes)

Foto: Beverly Joubert




Dies ist die überarbeitete Fassung des bereits am 17.8.2011 erschienenen Posts „Geschichten“ von JanaBlog


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Mittwoch, 27. Juli 2016

Kunde kein König







Wie schützt IHR euch vor Alltags-Ausbeutung und der schlechten Laune danach?

Als Kunden werden wir im Alltag von neuen Monopolen mehr ignoriert denn je und

viele Produkte werden durch Updates nicht besser, sondern schlechter.

Was tun wir eigentlich dagegen?
Wir sind doch sonst angeblich so Ego-stark, oder?
Schließlich leiden wir dadurch unter echtem Gesundheits-destruktiven Stress.
  
Beispiele:

•          Onlinediensten (und Co., – wie Streaming-Diensten, TV, To-do-Programmen, Phone-Herstellern) sind wir Kunden so egal, dass sie in Updates sogar zentrale Funktionen der Anwendung/Dienstleistung weglassen oder das Produkt verschlechtern.
Denn sie wissen: Sobald sie uns und unsere Daten so fest an sich gebunden haben, dass es für uns wegen des schier unmöglichen Daten-Transfers zu unbequem wird noch mal zur Konkurrenz zu wechseln, „haben“ sie uns.

•          Paket-Zulieferer schubsen uns unbekümmert herum.
Wieso? Obwohl wir Empfänger von Waren und Dienstleistungen sind, sind wir nicht die (den Beförderer be-)zahlenden Kunden (sondern der Versender sucht dem Pakets-Lieferanten aus).
Aber ganz ehrlich, von anderen zentralen Dienstleistern lassen wir uns trotz Bezahlung Unzumutbares gefallen, Stichwort Deutsche Bahn.

•          Die psychische Tortur des Online-Supports/Callcenter lassen wir einfach Teil unseres Alltags sein. Die Anbieter quälen uns ganz absichtlich weil es sich rechnet und wir haben sogar schon einen psychologischen Fachbegriff dafür (call support rage)*,


gesehen in Berlin
 (nicht das Schild von JanaBlog!)
Die Beispiele kennen wir alle, deshalb führt JanaBlog ein paar weiter unten auf, damit ihr euch hier erst mal nicht zu sehr aufregen müsst, andererseits aber sehen könnt, dass ihr nicht alleine seid. Jedenfalls:

Die Hilflosigkeit angesichts sich verschlechternder Dienstleistungen online, überflüssiger Warte-/Urlaubs-Vormittage und Anrufe bei Callcentern aller Art empfindet unser Körper laut Psychologen als ganz normale physische Bedrohung. Unsere gesunde Reaktion, nämlich Angriff oder Flucht ist dann nicht möglich, so dass der Körper im sozusagen verdeckten Stress/Zorn vor sich hin raucht.**(Das gute alte Einschlagen auf Geräte ist ja passé, dafür brauchen wir sie zu sehr!)

Es kann ja bis hin zum echten emotionalen Schmerz gehen: Es tut euch im Herzen weh, wenn die gesamte Musik eures Lieblings-Interpreten von eurem Streaming-Dienst heruntergenommen wird, oder wenn ihr einen neuen TV-Receiver installiert und all eure aufgezeichneten Sendungen mit einem Streich verloren sind (nicht aber die dank eines Produkt-Fehlers unwiderrufliche Programmierung für die Aufnahme von völlig überflüssigen, bereits bereuten Serien!). Und ihr (und eure ganze Familie!) seid montags schlecht gelaunt, weil ihr das Wochenende mit der mittlerweile kaum zumutbaren Apple-Installation eines neuen iPhones verbracht habt.

All das belastet uns mehr, als wir uns eingestehen. Schließlich sind viele von uns bereits von der Sofortness-Symptomatik befallen, (http://janablog1.blogspot.de/2015/02/sofortness.html), wir erwarten also ganz im Gegenteil zu unseren Update-Callcenter-Erfahrungen, dass Dinge so schnell wie im Computer auf Knopfdruck passieren und bekommen schon ernsthafte psychische Schwierigkeiten wenn wir kurz in der Postfiliale in der Schlange stehen müssen oder wenn in der Boutique der nächste Spiegel nicht einen, sondern sechs Schritte entfernt ist.

Warum wehren wir uns nicht?

...
JanaBlog hat mal bei Hermes (Paket-Lieferant) eine Entschädigung erkämpft, und erhielt als Schadensersatz Telefon-Karten. Daran, dass wir alle überhaupt nicht mehr wissen was Telefonkarten waren sieht man, wie lange das her ist.


Ist das also die Zukunft?
Trotz/wegen technischen Fortschritts (den JanaBlog an sich liebt)

ein chronisches Opfer sein?

Dabei – wie war das noch, der alte Spruch? „Der Kunde ist König“?

Da macht es doch hier unser Gastwirt Franz in seinem Gartenlokal ganz vorbildlich:











(Wer sich das Ausmaß der von uns hingenommenen Zumutungen klar machen will,
wer sich ordentlich mit-aufregen will,
wer hier neu ist,
oder wer Dinge verkauft/Callcenter einrichtet/Updates entwickelt, kann gerne hier weiterlesen. 
Ganz unten gibt es einen kleinen Hoffnungsschimmer!

Hier also JanaBlog-Beispiele:

Callcenter:
-JanaBlog hat letzthin 24 Minuten in der Schleife eines Zeitung-Abo-Callcenters gehangen, um mit jemandem zu sprechen der eine kurze Liefer-Unterbrechung für ihre (ja! Papier-) Zeitungen einträgt. Das ist von der Zeitung natürlich Absicht, sie will JanaBlog abschrecken damit sie alles nur noch online macht, dagegen spricht aber für den Verbraucher zweierlei: er kann sich nicht mit seiner Kundennummer anmelden, sondern braucht wieder neue zusätzliche Passwörter und Zugangsdaten, außerdem hat der Kunde interessanterweise bei einer Lieferunterbrechung online weniger Optionen als per Telefon, was er mit der Zeitung in der Zwischenzeit machen will: eine Gutschrift ist nur per Telefon möglich.

-Die meisten Anbieter haben ja ohnehin überhaupt keine Telefonnummer mehr, sondern nehmen ausschließlich eine Beschwerde-Mail/Kontaktformular/Ticket entgegen, die sie dann gut und gerne eine Woche selbst bei einem dringlichen Technik-Problem nicht beantworten (müssen).
  

Pakete:
-Der Kunde hat keine Wahlmöglichkeit welchen Zulieferer er bevorzugt (wie am Anfang der Amazon-Zeiten übrigens!). Das lässt den Verkäufern die maximale Freiheit, ihre verhandelten Kontingente je nach Bedarf auszuschöpfen, lassen aber den Kunden im Regen stehen.
-Briefmarkenautomaten und Postfilialen werden abgeschafft, so das nicht wenige Menschen ewig mit dem Bus reisen müssen, um ihr Paket abzugeben oder abzuholen.
-Private Paket-Beförderer sind nicht viel besser. Gerne hinterlegen sie das Paket in der Walachei irgendwo in einem früh schließenden Zeitungs-Kiosk, sehr gerne ohne einen zweiten Zustellversuch.
Oder die Pakete werden einfach vor der Wohnungstür liegen gelassen. Und/oder die Empfangs-Unterschrift des Kunden gefälscht.
Oder der Paketbote klingelt erst gar nicht.


Wird schlechter:
-Früher war die Online-Geschenk-Verpackung eine großartige Sache, zum Beispiel bei Amazon. Dann begannen die Geschenkverpackungen halb angerissen einzugehen, so dass man auf Bücher.de umschwenkte, wo man sich sogar eine Karte und Geschenkpapier (seit vielen Jahren allerdings das gleiche!) aussuchen konnte und es billiger war. Und was passiert jetzt? Zunehmend wird ganz erratisch irgendein (völlig unpassendes, zum Beispiel Kinder-Geschenkpapier) entgegen den Wünschen verwendet in der Hoffnung, dass der zahlende Kunde es gar nicht merkt (denn er schickt es ja in der Regel direkt zum Beschenkten).

-Die Autokorrektur von Diktat-Software kann nach vielen Jahren plötzlich nicht mehr ein „Wort groß schreiben“.

-Die Hamburger U-Bahn: Stolz wird die neue U-Bahn eingeführt, allein:
Warum sind die Fenster aus schwarzem Glas?
Die überflüssige Dunkelheit verhindert nicht nur eine schöne Aussicht auf den Hafen wenn die U-Bahn spektakulär oberirdisch fährt, sondern man kann von außen nicht sehen, welche Wagen leer sind und wo es sich lohnt einzusteigen, und das Beste: von innen heraus sieht man nicht mehr, an welcher Haltestelle man ist (und die schönen Monitore und Ansagen drin irren sich gelegentlich!). Als ob ein Schutz vor zu viel Sonne das Hauptproblem bei einer U-(Untergrund!)Bahn wäre!

 -Ein Todo-Programm ist nach seinem letzten Update plötzlich ohne Kalender-Funktion eingerichtet und so schlecht handhabbar, dass die Kunden beim automatischen Update tatsächlich erst einmal dachten, ihr Programm wäre abgestürzt. Das ist übrigens noch das einzige JanaBlog bekannte Projekt, wo es die Entwickler möglicherweise zu weit getrieben haben – ein Aufruhr unter den Kunden (ein echter Shitstorm wäre wahrscheinlich nützlicher) ist im Gange, vielleicht verändert sich doch noch was?
  

Na, klingt etwas davon bekannt?) 

  


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